Frühere Programme:

Kunsthistorisches Forum Irsee: VI. Frühjahrsakademie zum Jahresthema

 

Künstlerfeste
In Zünften, Akademien und informellen Kreisen

 

Tagungsprogramm

 

FREITAG, 23. März 2018

18.00 Uhr Eröffnung und Vernissage der 30. Ausstellung „Schwäbische Künstler in Irsee“
Jürgen Reichert, Bezirkstagspräsident des Bezirks Schwaben 

19.30 Uhr Abendessen der ausstellenden Künstler und der Teilnehmer der Tagung „Künstlerfeste – In Zünften, Akademien und informellen Kreisen“ des Kunsthistorischen Forums Irsee

Tafelmusik mit „Rock im Schloss“

 

SAMSTAG, 24. März 2018

8.30 – 10.30 Uhr
Begrüßung mit Vorstellung des 5. Bandes des Kunsthistorischen Forums Irsee „BilderGewalt. Zerstörung – Zensur – Umkodierung – Neuschöpfung“ sowie Einführung in das Tagungsthema „Künstlerfeste“ durch die Veranstalter

Prof. Dr. Edgar Lein (Karl-Franzens-Universität Graz)
Giorgio Vasaris Beschreibung der Feste der Compagnia del paiuolo und der Compagnia della cazzuola

Charlotte Mende M.A. (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Alle forze dell'accademia“: Vom Patronatsfest zum Akademierundgang. Funktion, Gestaltung und Wandel frühneuzeitlicher Kunstakademiefeste

Dr. Elisabeth Fritz (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
Die fête galante als Künstlerfest und Fest der Künste

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr

Brigitte Metzler M.A. (Düsseldorf)
Kronprinz, Kunst und Karneval Ein Künstlerfest der Düsseldorfer Malerschule (1839)

Sabine Schroyen, M.A. (Künstlerverein Malkasten, Düsseldorf)
Das Künstlerfest des Malkasten während der fünften deutschen Künstlerversammlung in Düsseldorf, 5.7. August 1860

12.30 Uhr Mittagessen

13.30 – 14.30 Uhr
Dr. Markwart Herzog (Direktor der Schwabenakademie Irsee)
Klosterführung mit Besuch der „Euthanasie“-Gedenkstätten

14.30 – 16.00 Uhr

Edith Heindl M.A (Freiberufliche Kunsthistorikerin, Regensburg)
Apotheose und Kult. Michelangelos 400. Geburtstag in Florenz 1875 als internationales Künstlerfest

Dr. Miriam-Esther Owesle (Guthmann Akademie, Berlin)
... ein Gleichnis in fremdem Gewand“ – Die Künstlerfeste des Vereins Berliner Künstler

16.00 Uhr Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr

Carina Rech, M.A. (Stockholms Universitet)
Skandinavische Künstlerfeste im 19. Jahrhundert und ihr Einfluss auf die Identitätsbildung von Künstlerinnen im Portrait

Prof. Dr. Christoph Zuschlag (Universität Koblenz-Landau, Campus Landau)
Konstruktionen und Dekonstruktionen geschlechtlicher Identität auf Künstlerfesten des 19. und 20. Jahrhunderts

18.00 Uhr Abendessen und Beisammensein im Stiftskeller

 

SONNTAG, 25. März 2016

9.00 – 10:30 Uhr

Gloria Köpnick M.A. (Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg)
So steuerte ein jeder planlos durch ein Tohuwabohu von Sonnen, Monden und Sternen, das Land des Glücks suchend. Die Künstlerfeste der Oldenburger Vereinigung für junge Kunst

Michael Cornelius Zepter (Köln)
Der Sieg des Clowns“ – Oskar Schlemmers „Treppenwitz“ (Dessau 1927)

10.30 Uhr Kaffeepause

10:45 – 12.45 Uhr

Dr. Janina Nentwig (Freiberufliche Wissenschaftlerin & Autorin, Berlin)
Kommse im FRACK, Vaehrtester, denn zahl'n Se STRAFE“ – Die Feste der Berliner Novembergruppe

Dr. Ingrid Holzschuh M.A. (Wien)
Karikatur oder politische Propaganda? Die Ausgestaltung der „Gschnasfeste“ im Wiener Künstlerhaus, 1933 und 1939

Prof. Dr. Sigrid Hofer (Philipps-Universität Marburg)
Bohème in Karl-Marx-Stadt. Künstlerfeste zwischen Subkultur und Staatssicherheit

13.00 Uhr Mittagessen, Tagungsende, Abreise

 

Leitung

Dr. Markwart Herzog, Irsee
Dr. Sylvia Heudecker, Irsee
Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch, Bonn
Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Trier

Als Kooperationspartner konnten wir den Berufsverband Bildender Künstler (BBK) in Schwaben gewinnen, der sein Jubiläumsfest anlässlich seines 30-jährigen Bestehens mit unserer Tagung synchronisiert.

 
Walter Gropius zufolge bestand die beste Möglichkeit, mit Problemen fertigzuwerden, darin, ein Fest zu feiern und beschrieb die Feste am Bauhaus als ›Katharsis‹ – ohne die reinigende Wirkung eines fröhlichen Festes ähnlich eines heftigen Gewitterregens wäre die Trias aus Arbeiten, Leben und Kunst in der Gemeinschaft mit allen unterschiedlichen und unangepassten Künstlerindividuen sehr schwer gewesen.

Die Tagung „Künstlerfeste“ befasst sich mit den Spielarten unterschiedlichster Zusammenkünfte von Bildenden Künstlern und verfolgt das Ziel, die textlichen, und insbesondere die bildlichen Zeugnisse der verschiedensten Feste anhand von zentraleuropäischen Fallbeispielen vorzustellen.

Ein Künstlerfest hat und hatte die unterschiedlichsten Funktionen: Neben der geschilderten ›bereinigenden‹ Wirkung beim Arbeiten in enger Abhängigkeit und Konkurrenz ist das identitätsstiftende Moment zu beachten, ferner die oftmals auch ironische Abgrenzung zu einer anderen Künstlergruppe. Durch unterschiedliche Motti des Künstlerfestes konnten Künstler jedoch auch auf bestimmte politische Ereignisse reagieren, aktuelle Positionen publik machen, kulturelle Gemeinsamkeiten oder Diversität betonen.

Welche Handlungsspielräume des individuellen Künstlers bzw. des Künstlerkollektivs wurden durch den Festablauf ausgeschöpft? Wie sind die Möglichkeiten der Auto- bzw. Gruppenrepräsentation und die Konstruktionen der geschlechtlichen Identität innerhalb der unterschiedlichsten Feste zu definieren? Zahlreiche Künstlerfeste konnten durch ein hoch ambitioniertes Konzept überzeugen und wandten sich in einigen Fällen auch explizit an die anvisierte Käuferschaft.

Während das Thema der höfischen und städtischen Festkultur(en) auf eine produktive Forschungstradition zurückblickt, ist die Geschichte des Künstlerfestes mit all seinen Implikationen, Zäsuren und Kontinuitäten bislang noch nicht erschöpfend behandelt worden.

Kunsthistorisches Forum Irsee: V. Frühjahrsakademie zum Jahresthema

BilderGewalt. Zerstörung – Zensur – Umkodierung – Neuschöpfung

 

Violence against Images. Destruction – Censorship – Recoding – New Creation

 

Tagungsprogramm

mit Ausstellungseröffnung und Preisverleihung
Die Berufsverbände Bildender Künstler (BBK) in Schwaben veranstalten zur Tagung ihr Jahresthema unter dem Motto „Das veränderte Kunstwerk“. Die Eröffnung der Ausstellung wird im Rahmen der Tagung veranstaltet werden. Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren sponsert den diesjährigen Kunstpreis, der anlässlich der Ausstellungseröffnung an ein Werk dieser Sonderausstellung gehen wird.

 

FREITAG, 7. April 2017

18.30 Uhr Abendessen

20.00 Uhr Prof. Dr. Christoph Zuschlag (Universität Landau)
Zerstörung und Neuschöpfung in der zeitgenössischen Kunst

Dr. Christoph Günther (Max-Planck-Institut f. ethnologische Forschung, Halle/Saale) / 
Tom Bioly, MA (Friedrich-Schiller Universität Jena):
Ikonoklasmus und Ikonographie des „Islamischen Staates“

  

SAMSTAG, 8. April 2017

9.00 – 11.00 Uhr
Einführung in das Tagungsthema durch die Veranstalter

Dr. Florian Krüpe (Universität Marburg)
Plautianus und Plautilla: zerstörte Familie, zerstörte Erinnerungen

Dr. Susanne Lang (Darmstadt)
Die Zerstörung der Götzen – ein christliches Bildmotiv ohne Konsequenz?

PD Dr. Jens Rüffer (Universität Bern)
Die Erneuerung des Sanktuariums der Jakobuskirche: Das Verschwinden des Heiligen, seines habitaculums und die Schaffung eines abstrakten Heiligtums

11.00 – 13:00 Uhr
Eröffnung der Sonderausstellung mit Preisverleihung und Vortrag

Benedikt Fahrnschon M.A. (Münster)
Selbstzerstörung als Schutzmechanismus. Zu Felix Gonzalez-Torres’ künstlerischer Strategie der Auflösung und Lossagung

13.00 Uhr Mittagessen

14.00 – 15.00 Uhr Dr. Markwart Herzog (Direktor der Schwabenakademie Irsee)
Klosterführung mit Besuch der „Euthanasie“-Gedenkstätten

15.00 – 16.30 Uhr 

Yvonne Arras M.A. (Tübingen)
Ikonoklastische Energien der (deutschen) Dominikanerobservanten des 15. Jahrhunderts

Dr. Michael Overdick (Rödental)
„Dan sie mogen kein seligkeit aus yhn lernen“ – Karlstadts Absage an das religiöse Bild im Kontext seiner Theologie

16.30 Uhr Kaffeepause

17.00 – 18.30 Uhr

Sandra Kaden M A (Dresden)
Die Geburt der Genrekunst – Ein Weg aus der Idolatrie?

Dr. des. Dominik Gerd Sieber (Tübingen)
Demontage, Transformation, Interkonfessionalität – Grabmonumente zwischen schweizerisch-oberdeutscher Reformation und lutherischer Konfessionalisierung in den oberschwäbischen Reichsstädten

18.30 Uhr Abendessen und Beisammensein im Stiftskeller

 

SONNTAG, 9. April 2017

9.00 – 10:30 Uhr Dr. Barbara Wagner (Trier)
Die Revolution der Bilder. Von der Wirkmacht der Genremalerei im 19. Jahrhundert 

Prof. Dr. Lothar Machtan (Universität Bremen)
Umkämpfter Erinnerungsort: Das Berliner Stadtschloss in der deutschen Revolution von 1918/19

10.30 Uhr Kaffeepause

10:45 – 12.45 Uhr Dr. Nadine Siegert (Universität Bayreuth)
Iconoclasm and Collective Memory in contemporary African arts

Jutta Teuwsen M.A. (Dortmund)
Gottfried Helnweins Werk im öffentlichen Raum: Die Wahrwerdung und Intensivierung der Wirkintention durch die Gewalt am Bild

Dr. Nausikaä El-Mecky (Universität Heidelberg)
Targeting Saddam’s Sculptures: Recasting Artist and Monument in Armed Conflict

ca. 13.00 Uhr Mittagessen, Tagungsende, Abreise

 

 

Kunsthistorisches Forum Irsee: IV. Frühjahrsakademie zum Jahresthema

Künstlerinnen / Women Artists

Neue Perspektiven auf ein Forschungsfeld der Vormoderne /
New Perspectives on a Research field of the premodern era

18.–20. März 2016

Der Begriff der ›Künstlerin‹ schließt im Rahmen dieser Tagung erstmals sämtliche künstlerischen Tätigkeitsbereiche ein: vom Dilettieren im Verborgenen hin zu unternehmerischem Broterwerb, etwa als Werkstattleiterin, oder im höfischen Kontext bzw. an Kunstakademien.

Trotz intensiver historischer Genderforschung verläuft die Beschäftigung mit den Viten wichtiger Künstlerinnen weit weniger produktiv. Schon vor Jahrzehnten wurden die kulturellen Praktiken offen gelegt, die Künstlerinnen zu einem ›Sonderfall‹ degradierten und ›unsichtbar‹ machten. Die vereinzelte Aufmerksamkeit, die einige Persönlichkeiten fanden, ändert daran nichts. Für die Künstlersozialgeschichte bleibt das Thema der vormodernen Künstlerin ein hochinteressantes Forschungsfeld.

Die Tagung schließt mit einem Ausblick auf die Situation der Künstlerinnen des 20. bzw. 21. Jahrhunderts.

 

FREITAG, 18. März 2016

18.00 Uhr

Abendessen

19.00 Uhr Konzert

Begrüßung durch die Veranstalter,
Einführung in das Werk von Barbara Strozzi (1619–1677)

Ensemble "Les méchants"
Werke aus dem Madrigalbuch von Barbara Strozzi (op.1: Il Primo libri di Madrigali, Venezia 1644)

 

SAMSTAG, 19. März 2016

9.00-10.30 Uhr

Einführung in das Tagungsthema durch die Veranstalter

Prof. Dr. Christina Strunck (Universität Erlangen, Kunstgeschichte)
Die Künstlerin als Sammlerstück? Weibliche Karrierestrategien an den Höfen der Frühen Neuzeit 

Ph.D. Tanja L. Jones (Assistant Professor, Department of Art and Art History, The University of Alabama)
Makers: Women ‘Artists’ in the Early Modern Courts

10.30 Uhr

Kaffeepause

11.00-12.30 Uhr

Dr. M A Katritzky (Barbara Wilkes Research Fellow in Theatre Studies in the English Department of The Open University, Milton Keynes)
Virtuous needleworkers, vicious apes: the embroideries of Mary Queen of Scots and Bess of Hardwick

Ph.D. Martha Moffitt Peacock (Professor, Brigham Young University)
The Subversive Samplers of Dutch Women Artists

12.30 Uhr

Mittagessen

13.30-14.30 Uhr

Klosterführung mit Besuch der „Euthanasie“-Gedenkstätten
Dr. Markwart Herzog (Irsee)

14.30-16.00 Uhr

Danica Brenner M.A. (Darmstadt)
Zunftmeisterin oder Ausgeschlossene? Frauen im Lichte normativer Malerzunftquellen

Dr. Heiner Krellig (Freiberuflicher Kunsthistoriker, Berlin und Venedig)
Künstlerfrauen des Settecento veneziano: Angela Carriera Pellegrini, Angela Fontana Marieschi Albotto und Cecilia Guardi Tiepolo

16.00 Uhr

Kaffeepause

16.30-18.00 Uhr

Dr. Valentine von Fellenberg (Première assistante Section d'histoire de l'art Université de Lausanne)
Wirken und Aufnahme der Künstlerinnen an der Académie Royale de Peinture et de Sculpture 1648–1793

Sarah Salomon M.A. (Berlin)
Handlungsräume von Berufskünstlerinnen jenseits der Académie royale de peinture et de sculpture in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

18.00 Uhr

Abendessen und Beisammensein im Stiftskeller

 

SONNTAG, 20. März 2016

9.00-10:30 Uhr

Ph. D. Jutta Gisela Sperling (Professor of History, Hampshire College)
Das allegorische Stillen alter Väter und Mütter in der Kunst von Angelika Kauffmann (1741-1807), Isabella dal Pozzo (+ 1700) und Isabella di Borbone (1741-63)

Dr. Justus Lange (Leiter der Gemäldegalerie Alte Meister, Museumslandschaft Hessen Kassel)
Anna Dorothea Therbusch, ein sehr spannendes Gemälde des Schülers mit seiner Lehrerin / Schwiegermutter

10.30 Uhr

Kaffeepause

10:45 – 12.45 Uhr

Dr Sabine Wieber (Lecturer in History of Art, School of Culture and Creative Arts, Glasgow)
Martha Vogeler and the Worpswede Artists’ Colony, 1894-1914 

Dr. Elena Korowin (Freiberufliche Kunsthistorikerin, Baden-Baden und St. Petersburg)
Amazonen, Schwestern oder einfach Genossen? Die Gewichtung der russischen Avantgardistinnen in der Künstlerinnenforschung

Dr. Tobias Lander (Lehrbeauftragter, Universität Freiburg i.Br.)
Genderdekonstruktion bei Artemisia Gentileschi und Tracey Emin

Ca. 13.00 Uhr

Mittagessen, Tagungsende, Abreise

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Kunsthistorisches Forum Irsee: III. Frühjahrsakademie zum Jahresthema

Temporäre Kunstzentren - Ephemere Ereignisse und ihre Wirkung auf die Kunst der Vormoderne

 

WISSENSCHAFTLICHES TAGUNGSPROGRAMM


FREITAG, 20. MÄRZ 2015

18.00 Uhr
Abendessen

19.00 Uhr
Begrüßung durch die Veranstalter.

19.15 Uhr
Keynote-Lecture
Prof. Dr. Neithard Bulst
Öffentliche Ordnung. Sozialprestige und seine
Ausdrucksformen am Beispiel von Familienfeiern und
anderen Medien zur Selbstdarstellung

Prof. Dr. Neithard Bulst, geb. 1941 in Berlin, Studium der Geschichte
und Romanistik in Heidelberg, Kiel, Gießen und Lyon, Promotion
1968 in Gießen, Habilitation 1976 in Heidelberg, wissenschaftlicher
Assistent und Universitätsdozent in Heidelberg, Universitätsprofessor
für Allgemeine Geschichte (Schwerpunkt: Sozial- und
Verfassungsgeschichte des späten Mittelalters und der Frühen
Neuzeit) in Bielefeld von 1978 bis 1998, seither Universitätsprofessor
für Allgemeine Geschichte (Schwerpunkt: Geschichte des
Mittelalters).

SAMSTAG, 21. MÄRZ 2015

Sektion I. Räume des Ephemeren

9.00 – 10.30 Uhr
Einführung in das Tagungsthema durch die Veranstalter

„nicht weniger geschmückt, als ob Sankt Peter vom
Himmel zur Erde herabgestiegen wäre“. Zur ephemeren
Verwandlung Roms zwischen 1460 und 1520
Philine Helas, Rom

Der frühneuzeitliche venezianische Karneval: Wirkungen
auf deutsche Mäzene und Kunst
M A Katrizky, Milton Keynes

10.30 Uhr
Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr
Illusionsgrenzen – Grenzen der Illusion. <Machines>,
Bühnenbilder und ihre Rezeption im Rahmen der höfischen
Feste Ludwigs XIV. und der Académie Royale de Musique
Christian Quaeitzsch, München

Vom Ephemeren zur Permanenz: agierende Figuren in
Zisterzienserkirchen der Spätgotik
Johannes Tripps, Leipzig

12.30 Uhr
Mittagessen

13.30 – 14.30 Uhr
Klosterführung mit Besuch der „Euthanasie“-
Gedenkstätten

Dr. Markwart Herzog, Irsee

Sektion II. Macht-Räume / Kunst-Räume

14.30 – 16.00 Uhr
Music as a means of coercion at the imperial diets of
Maximilian I
Grantley McDonald, Salzburg

Der Reichstag von 1518: „Erfindung“ und Etablierung von
Medaille und druckgraphischem Porträt
Thomas Schauerte, Nürnberg

16.00 Uhr
Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr
De reformatione ecclesiae. Konzile und Architektur: Die
Entstehung einer dogmatischen Architektursprache?
Richard Nemec, Bern

Zur Bedeutung des Konzils von Trient für die Kunst seiner
Zeit (AT)
Hanns-Paul Ties, München

18.30 Uhr
Abendessen und gemütliches Beisammensein im Stiftskeller

SONNTAG, 22. MÄRZ 2015

9.00 – 9.45 Uhr
Regensburg 1653/54: Ein Kongress richtet sich ein
Doris Gerstl, Erlangen

Sektion III: Die Stadt als temporäres Kunstzentrum

9.45 – 10.30 Uhr
Painting into Power. The Workings and Impact of a
Transient Art Center in 1468 Bruges
Noa Turel, Birmingham – Alabama

10.30 Uhr
Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr
Das unvermutete Kunstzentrum: Künstlermigration und
Romantik in Hamburg um 1800
Gerrit Walczak, Berlin

‚Maskirte Unterhaltung‘. Das Münchner Künstlerfest im
19. Jahrhundert als Ort der Inszenierung von Identität
und Gemeinschaft
Simone Leyk, Trier

12.30 Uhr
Schlussdiskussion

ca. 13.00 Uhr
Mittagessen, Tagungsende, Abreise

Veranstalter
Birgit Ulrike Münch, Trier: muench@uni-trier.de
Andreas Tacke, Trier: tacke@uni-trier.de
Markwart Herzog, Irsee
Sylvia Heudecker, Irsee

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Kunsthistorisches Forum Irsee: II. Frühjahrsakademie zum Jahresthema

Die Klage des Künstlers. Krise und Umbruch von der Reformation bis um 1800

WISSENSCHAFTLICHES TAGUNGSPROGRAMM

Freitag, 11. April 2014

18.00 Uhr 
Abendessen

19.00 Uhr 
Begrüßung durch die Veranstalter und Präsentation des Tagungsbandes „Fälschung, Plagiat und Kopie“

Podiumsdiskussion: Parallelwelten – Künstlerische Positionsbestimmungen in Ost- und Westdeutschland 
Dr. Markwart Herzog, Direktor Schwabenakademie Irsee 
Prof. Dr. Sigrid Hofer, Kunsthistorikerin, Universität Marburg 
Eberhard Göschel, freischaffender Künstler, Dresden 
Prof. Günther Hornig, Künstler und Professor an der Hochschule der Künste, Dresden

Samstag, 12. April 2014

I. Die heterogene Quellenlage zum Forschungsthema „Künstlerklage“

8.30 – 9.00 Uhr 
Dr. Birgit Ulrike Münch, Trier: Einführung in das Tagungsthema. „J’accuse!“ Wie klagen frühneuzeitliche Künstler?

9.00 – 9.45 Uhr 
Dr. Susan Tipton, München: „Die fetten Jahre sind vorbei!“ Künstlerklagen in normativen Quellen und juristischen Dokumenten der Frühen Neuzeit

9.45 Uhr 
Kaffeepause

II. Die frühe Reformation als Movens der Künstlerklage?

10.15 – 12.30 Uhr 
Amy Morris PhD, Omaha/Nebraska: The Artist’s Lament in Early Modern Germany. Reading or „Seeing“ between the Lines

Dr. Christof Metzger, Wien: Die Klage der Bilder. Zur Bilderfrage im Flugblatt der Reformation

Dr. Berthold Kress, London: Paul Lautensack (1477/78–1558). Maler und verkannter Prophet?

12.30 Uhr 
Mittagessen

13.30 – 14.30 Uhr 
Dr. Markwart Herzog, Irsee: Klosterführung mit Besuch der „Euthanasie“-Gedenkstätten

III. Flüchtlingskünstler: Klage – Migration – Konversion

14.30 – 16.00 Uhr 
PD Dr. Axel Gampp, Bern: Laute und stumme Künstlerklagen am Beispiel Luzern

Ruth Noyes PhD, Baltimore, USA/Rom: Blood and Fire. Rome’s convert refugee engravers ca. 1600

16.00 Uhr 
Kaffeepause

16.15 – 17.45 Uhr 
Dr. Andrea Gáldy, Trier/Ottobeuren: Querela Artificis. Costantino de’ Servi at Work in Post-Reformation Germany and England

Prof. Dr. Nils Büttner, Stuttgart: Auf der Galeere. Künstlerklagen aus Rembrandts Amsterdam

18.30 Uhr 
Abendessen und gemütliches Beisammensein im Stiftskeller

Sonntag, 13. April 2014

9.00 – 9.45 Uhr 
Dr. Joy Kearney, Nijmegen: Flemish Artists in the Protestant North – a family’s adaptation to new constraints of social, religious and artistic traditions through several generations

IV. Kritisches Malen: Die offene und versteckte Künstlerklage im Gemälde

9.45 – 12.30 Uhr 
Dr. Tobias Lander, Freiburg im Breisgau: Handeln ohne zu Klagen. Jerg Ratgeb als Mittler im Bauernkrieg

10.30 Uhr 
Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr 
Ivana Rosenblatt, MA, Columbus, Ohio: Pictorial Disjunction in Maarten de Vos’s „Christ Triumphant over Sin and Death“

Hanns-Paul Ties M.A., München: „Sepultura Artium Liberalium“. Der Tiroler Rokoko-Maler Carl Henrici klagt über die Zollpolitik Kaiser Josephs II.

12.30 Uhr 
Schlussdiskussion

ca. 13.00 Uhr 
Mittagessen, Tagungsende, Abreise

Leitung
Dr. Markwart Herzog/Dr. Sylvia Heudecker, Irsee, 
Dr. Birgit Ulrike Münch/Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Trier 

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Kunsthistorisches Forum Irsee: I. Frühjahrsakademie zum Jahresthema

Fälschung, Plagiat und Kopie: Künstlerische Praktiken in mittelalter und Früher Neuzeit

WISSENSCHAFTLICHES TAGUNGSPROGRAMM

Freitag, 15. März 2013

18 Uhr 
Abendessen

19 Uhr
Begrüßung durch den Direktor der Schwabenakademie; Irsee, Dr. Markwart Herzog

19.15 Uhr
Kunstfälschungen heute: Impulsreferate

René Allonge, Landeskriminalamt Berlin, 454: Kunstdelikte
Kunstfälschungen – ein verkanntes Kriminalitätsphänomen

Prof. Dr. Nils Büttner, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
Joe Kapingo – ein gefälschter Künstler

Dieter Sölch, Bayerisches Landeskriminalamt München, 622: Kunstfahndung
Kunstfälschungen – ein Kavaliersdelikt?

Prof. Dr. Raimund Wünsche, ehem. Direktor der Glyptothek und Staatlichen Antikensammlung München
„Freunde so falsch wie Kunstwerke“

Moderation: Dr. Birgit Ulrike Münch, Trier; Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Trier

Samstag, 16. März 2013

8.30 – 9.00 Uhr
Einführung in die Tagungsthematik
Dr. Birgit Ulrike Münch, Trier; Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Trier

9.00 – 10.30 Uhr
„ob ich soll die liegende Venus von Titian machen oder nicht“: Künstlerische Praktiken im Auftrag des Sammlers
Dr. Gero Seelig, Schwerin

Fälschung, Zitat, Kopie, Imitat und Plagiat in der Kunst der venezianischen Vedute des 18. Jahrhunderts
Dr. Heiner Krellig, Venedig

10.30 Uhr
Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr
Original – Fälschung – Kopie: Das Verhältnis der Meißener Porzellane zu ihren ostasiatischen Vorbildern und bei der Wertschätzung in Europa
Dr. Julia Weber, München

Kopien nach Zeichnungen von Pietro da Cortona
Prof. Dr. Jörg Merz, Münster

12.30 Uhr 
Mittagessen

13.30 – 14.30 Uhr
Führung durch Kloster Irsee und die Euthanasiegedenkstätten
Dr. Markwart Herzog, Irsee

14.30 – 16.00 Uhr
Aktualisierung und Betrug: Kopie und Reproduktion in den Niederlanden des 16. und 17. Jahrhunderts
Prof. Dr. Caecilie Weissert, Wien

Man macht Bernstein auf diese Weise: Frühneuzeitliche Rezepte für und Reaktionen auf nachgeahmten Bernstein
Dr. Rachel King, Manchester

16.00 Uhr 
Kaffeepause

16.30 – 18.00 Uhr
Die falschen Haare: Original und Kopie bei Giulio Mancini
Julia Saviello M.A., Berlin

Fälschung altniederländischer Kunst im 16. Jahrhundert
Dr. Till Holger Borchert, Brügge

18.00 Uhr
Gemeinsames Abendessen und anschließendes gemütliches Beisammensein im Stiftskeller von Kloster Irsee

 

Sonntag, 17. März 2013

9.00 – 10.30 Uhr
Fälschungen der Werke Hieronymus Boschs
Prof. Dr. Nils Büttner, Stuttgart

Dürer, Raimondi und das venezianische Patent- und Privilegienwesen um 1500
Dr. Dr. Grischka Petri, Bonn

10.30 Uhr 
Kaffeepause

11.00 – 12.30 Uhr
Monogramme Albrecht Dürers auf den Zeichnungen des Nürnberger Künstlers Hans Hoffmann: Fälschung oder Täuschung?
Ksenija Tschetschik M.A., Wien

Le Faux vivant: Zur Ambiguität und bildaktiven Phänomenologie der Kunstfälschung
Tina Öcal M.A., Heidelberg

12.30 Uhr 
Mittagessen / Tagungsende / Abreise

 

Leitung
Dr. Birgit Ulrike Münch, Universität Trier; Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Universität Trier Dr. Markwart Herzog, Schwabenakademie Irsee; Dr. Sylvia Heudecker, Schwabenakademie Irsee

KUNSTHISTORISCHES FORUM IRSEE
V. FRÜHJAHRSAKADEMIE 2017

 

Tagungsprogramm

 

BilderGewalt.
Zerstörung – Zensur – Umkodierung – Neuschöpfung

 

Violence against Images.
Destruction – Censorship – Recoding – New Creation

 

mit Ausstellungseröffnung und Preisverleihung

Die Berufsverbände Bildender Künstler (BBK) in Schwaben veranstalten zur Tagung ihr Jahresthema unter dem Motto „Das veränderte Kunstwerk“. Die Eröffnung der Ausstellung wird im Rahmen der Tagung veranstaltet werden. Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren sponsert den diesjährigen Kunstpreis, der anlässlich der Ausstellungseröffnung an ein Werk dieser Sonderausstellung gehen wird.

 

FREITAG, 7. April 2017

18.30 Uhr Abendessen

20.00 Uhr Prof. Dr. Christoph Zuschlag (Universität Landau): Zerstörung und Neuschöpfung in der zeitgenössischen Kunst

Dr. Christoph Günther (Max-Planck-Institut, Halle an der Saale): Ikonoklasmus und Ikonographie des „Islamischen Staates“

 

SAMSTAG, 8. April 2017

9.00 – 11.00 Uhr Einführung in das Tagungsthema durch die Veranstalter

Dr. Florian Krüpe (Universität Marburg): Plautianus und Plautilla: zerstörte Familie, zerstörte Erinnerungen

Dr. Susanne Lang (Darmstadt): Die Zerstörung der Götzen – ein christliches Bildmotiv ohne Konsequenz?

PD Dr. Jens Rüffer (Universität Bern): Die Erneuerung des Sanktuariums der Jakobuskirche: Das Verschwinden des Heiligen, seines habitaculums und die Schaffung eines abstrakten Heiligtums

11.00 – 13:00 Uhr Eröffnung der Sonderausstellung mit Preisverleihung und Vortrag

Benedikt Fahrnschon M.A. (Münster): Selbstzerstörung als Schutzmechanismus. Zu Felix Gonzalez-Torres’ künstlerischer Strategie der Auflösung und Lossagung

13.00 Uhr Mittagessen

14.00 – 15.00 Uhr Dr. Markwart Herzog (Direktor der Schwabenakademie Irsee): Klosterführung mit Besuch der „Euthanasie“-Gedenkstätten

15.00 – 16.30 Uhr Yvonne Arras M.A. (Vöhringen): Ikonoklastische Energien der (deutschen) Dominikanerobservanten des 15. Jahrhunderts

Dr. Michael Overdick (Rödental): „Dan sie mogen kein seligkeit aus yhn lernen“ – Karlstadts Absage an das religiöse Bild im Kontext seiner Theologie

16.30 Uhr Kaffeepause

17.00 – 18.30 Uhr Sandra Kaden M A (Dresden): Die Geburt der Genrekunst – Ein Weg aus der Idolatrie?

Dr. des. Dominik Gerd Sieber (Tübingen): Demontage, Transformation, Interkonfessionalität – Grabmonumente zwischen schweizerisch-oberdeutscher Reformation und lutherischer Konfessionalisierung in den oberschwäbischen Reichsstädten

18.30 Uhr Abendessen und Beisammensein im Stiftskeller

 

SONNTAG, 9. April 2017

9.00 – 10:30 Uhr Dr. Barbara Wagner (Trier): Die Revolution der Bilder. Von der Wirkmacht der Genremalerei im 19. Jahrhundert

Prof. Dr. Lothar Machtan (Universität Bremen): Umkämpfter Erinnerungsort: Das Berliner Stadtschloss in der deutschen Revolution von 1918/19

10.30 Uhr Kaffeepause

10:45 – 12.45 Uhr Dr. Nadine Siegert (Universität Bayreuth): Iconoclasm and Collective Memory in contemporary African arts

Jutta Teuwsen M.A. (Dortmund): Gottfried Helnweins Werk im öffentlichen Raum: Die Wahrwerdung und Intensivierung der Wirkintention durch die Gewalt am Bild

Dr. Nausikaä El-Mecky (Universität Heidelberg): Targeting Saddam’s Sculptures: Recasting Artist and Monument in Armed Conflict

ca. 13.00 Uhr Mittagessen, Tagungsende, Abreise

 

 

Leitung

Dr. Markwart Herzog, Irsee

Dr. Sylvia Heudecker, Irsee

Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch, Bonn

Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Trier

 

 

2017 jährt sich das Reformationsjubliäum zum 500. Mal. Auch aus diesem Grund widmet sich die Tagung einem inner- wie intradisziplinären Themenspektrum, das nicht ausschließlich, aber auch im Zusammenhang mit dem Beginn konfessioneller Auseinandersetzungen steht: der Zerstörung des Bildes.

Die Tagung kann auf der Grundlage der in den letzten Jahren, etwa im Zusammenhang mit diversen Tagungen und Ausstellungen der sogenannten Lutherdekade stehenden vorgelegten Forschungen zum Thema ‚katholische Bildverehrung’, ‚lutherische und protestantische‘ Bildverehrung und Bilderfrage und Bildkritik und ‚Bildersturm’ in vielen Bereichen einen jüngst akzentuierten und aktualisierten Forschungszweig erstmals diskutieren.

Dass Ikonoklasmus jedoch andererseits tagespolitisch besondere Aktualität hat, wird gerade durch Berichte etwa aus Syrien oder dem Irak deutlich, während auch an anderen Orten durch Vernachlässigung von Weltkulturerbe eine Zerstörung von Kunstwerken bewusst in Kauf genommen wird. Ebenso haben Klimaveränderungen, der Massentourismus und Naturkatastrophen bereits unzählige Werke vernichtet oder massiv verändert. Wie – so stellt sich eine Kernthese der Tagung dar – finden sich terminologische und methodische Apparaturen, um Bildzerstörungen der Gegenwart und der Vormoderne miteinander in Bezug zu setzen?

Der Fokus der Tagung soll daher nicht allein auf Bildverboten in Antike und Mittelalter, auf bildertheologischem Schrifttum oder dem reformatorischen Bildersturm in den südlichen Niederlanden, der Schweiz oder England liegen. Die angesprochene chronologisch als auch disziplinär vollzogene Breite des Forschungsfeldes bildet noch immer ein Desiderat. Welche Gründe lassen sich für die Zerstörung von Kunstwerken anführen? Wie unterscheidet sich die Wirkmächtigkeit des Bildes im Sinn von David Freedbergs „Power of Images“ in den unterschiedlichen Handlungsräumen und inwiefern wird das Kunstwerk als Bedrohung oder Waffe wahrgenommen?

Horst Bredekamps vor nunmehr vier Jahrzehnten ausgearbeitete Perspektive auf „Kunst als Medium sozialer Konflikte“ kam zu dem Ergebnis, dass Bilderstürme und die dahinter stehenden bilderstürmerischen Theorien auch essentielle Impulse setzten und Neuschöpfungen kreierten. Wie lässt sich dieser wegweisende Ansatz in aktuelle Forschungsdebatten eingliedern? Welche analytische Bedeutung haben in diesem Kontext Begriffe wie Zäsur, Umkodierung und Reinterpretation? Dabei muss der Blick auf die Frage gerichtet werden, wie die zeitgenössische Kunst mit dem Themenkomplex umgeht. Gerade diese Frage stellt ein spannendes Potential dar, das die Tagung anhand mehrerer Vorträge analysieren möchte: Inwiefern – so der Ansatz – ist das „Sich-Erneuern“ oder das bewusste Auslöschen ein Thema der Kunst? Inwiefern nehmen zeitgenössische Künstler ex- oder implizit Stellung zum vormodernen Bildersturm, inwiefern ist die Auflösung oder die Zerstörung positiv oder negativ konnotiert?

Mit der Analyse des Bildersturms ergreift das Kunsthistorische Forum Irsee 2017 einen Kernbereich Kunsthistorischer Forschung. Gerade im Zuge der Gründung des „Ulmer Vereins“ im Jahr 1968 wurde das Thema des Bildersturms in vielfältiger Form von der kunsthistorischen Forschung aufgegriffen (Warnke, Bredekamp). Bildersturm ist somit ein zentrales Moment der kunsthistorischen Fachgeschichte. Die Ergebnisse der in den vergangenen zehn Jahren, innerhalb der sogenannten Lutherdekade erfolgten maßgeblichen Forschungen zu Bildverehrung und Bildzerstörung in und nach der Reformation, sind im Fach noch nicht ausgewertet, was die Tagung unter anderem leisten soll. Sie sieht sich aber darüber hinaus explizit nicht als rein disziplinäre Veranstaltung.

Durch eine transdisziplinäre Betrachtung des Phänomens sollen erstmals die Prozesse langer Dauer des Themas grundlegend erfasst werden. Nur so kann das hochkomplexe Thema eine umfassende wissenschaftliche Auseinandersetzung erfahren und einen wichtigen Beitrag zur aktuellen Reformations- und Konfessionalsierungsforschung leisten, sowie ebenso zentrale Impulse für bildwissenschaftliche Fragestellungen. Die Tagung wird in deutscher und englischer Sprache stattfinden, die Publikation der Tagungsergebnisse ist zeitnah (Frühjahr 2018) fest eingeplant.

 

Als Kooperationspartner der Veranstaltung konnten die Berufsverbände Bildender Künstler in Schwaben, die jährlich eine Ausschreibung zu einem Kunstwettbewerb in der Schwabenakademie samt Ausstellung organisieren, gewonnen werden. Der BBK ist bereit, sein Jahresthema auf das Tagungsthema hin auszurichten. Es lautet „Das veränderte Kunstwerk“. Die Eröffnung der Ausstellung wird im Rahmen der Tagung am 8. April 2017 um 11 Uhr im Festsaal von Kloster Irsee veranstaltet werden. Die Kreis- und Stadtsparkasse Kaufbeuren sponsert den diesjährigen Kunstpreis, der an ein Werk dieser Sonderausstellung gehen wird, in Höhe von 1.500 Euro.

Die Synergieeffekte, die sich durch das gemeinsame Gespräch und die Erarbeitung des Themas zwischen historisch forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und bildenden Künstlerinnen und Künstlern ergeben werden, erachten die Veranstalter als große Chance.