Pressemeldungen mit der Bitte um Veröffentlichung

26. Februar 2013

Kunstfälschern auf der Spur: Auftakt des Kunsthistorischen Forums Irsee

Irsee (pm). Mit einem präzisen Blick auf die Praktiken der Kunstfälscher beginnt eine neue Tagungsreihe der Schwabenakademie Irsee. Am 15. März um 19 Uhr geben herausragende Fachleute der polizeilichen Kunstfahndung und der wissenschaftlichen Fachwelt Auskunft darüber, warum beispielsweise das Fälschen von Kunstwerken häufig als Kavaliersdelikt bewertet wird oder wie man einen bedeutenden Maler „erfindet“. Auf dem öffentlichen Podium sitzen René Allonge vom Landeskriminalamt Berlin, jener Kriminologe, der den spektakulären Fall Beltracci gelöst hat, und Dieter Sölch, ein überaus erfolgreicher Kunstfahnder des Bayerischen Landeskriminalamts. Professor Dr. Nils Büttner (Stuttgart), gefragter Gutachter in Aufsehen erregenden Kunstfälscherprozessen, berichtet aus seiner Praxis als Sachverständiger, und Professor Dr. Raimund Wünsche (München) verrät, welche Rolle gefälschte Artefakte in seiner täglichen Arbeit als Direktor der Glyptothek München spielten.

Die öffentliche Podiumsdiskussion läutet die neue Tagungsreihe „Kunsthistorisches Forum Irsee“ ein. Die Schwabenakademie Irsee und das Forschungsprojekt „artifex“ von Professor Dr. Dr. Andreas Tacke (Trier) werden in den nächsten Jahren Frühjahrsakademien zu spannenden Themen der Kunst und Kunstgeschichte durchführen. In diesem Jahr schließt sich an die Auftaktveranstaltung eine mit internationalen Fachleuten besetzte zweitägige Konferenz zum Thema „Fälschung, Plagiat & Kopie: Künstlerische Praktiken in Mittelalter und Früher Neuzeit“ an. Die Veranstaltung wird großzügig gefördert von der „Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung“.
Die öffentliche Podiumsdiskussion findet im Kloster Irsee statt; der Eintritt ist frei.

Dr. Markwart Herzog, Direktor
Markwart.herzog@schwabenakademie.de